Kolpingsfamilie
Die kleinste organisatorische Einheit ist die Kolpingsfamilie. Sie will eine Gemeinschaft sein, in der Menschen aus allen Altersgruppen partnerschaftlich und familienhaft miteinander umgehen. Die Mitglieder möchten aktiv an der Erneuerung unserer Gesellschaft mitgestalten. Dazu will die Kolpingsfamilie den Einzelnen befähigen, als Christ sein Leben, in Familie, Beruf und Staat verantwortungsbewußt zu gestalten. Eine Kolpingsfamilie ist keine ”geschlossene Gesellschaft”, sondern lädt zum aktiven Mittun ein!
Verbandsstruktur

Bezirksverband
Mehrere Kolpingsfamilien einer Region können sich zu einem Bezirksverband zusammenschließen. Das macht es möglich, Veranstaltungen und Aktionen durchzuführen, die für eine einzelne Kolpingsfamilie nicht in Frage kommen.
Diözesanverband
Alle Kolpingsfamilien eines Bistums bilden gemeinsam einen Diözesanverband.
Kolpingwerk Deutschland
In Deutschland gibt es 27 Diözesanverbände, die das Kolpingwerk Deutschland mit etwa 270.000 Mitgliedern in mehr als 2.700 Kolpingsfamilien bilden.
Internationales Kolpingwerk
Die einzelnen Nationalverbände haben sich wiederum im Internationalen Kolpingwerk zusammengeschlossen.
Derzeit ist das Kolpingwerk weltweit in fast 60 Ländern vertreten.
Ein Nationalverband entsteht aber erst, wenn eine Mindestanzahl an Kolpingsfamilien die Gewähr für eine beständige Arbeit bietet.
Wir sind ein Verband von engagierten Christen, offen für alle Menschen, die auf der Grundlage des Evangeliums und der katholischen Soziallehre / christlichen Gesellschaftslehre Verantwortung übernehmen wollen.
Bei uns geben und erfahren Menschen Orientierung und Lebenshilfe. Im Sinne Adolph Kolpings wollen wir Bewusstsein für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln fördern. Dabei verstehen wir uns als Weg-, Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft.
Als demokratisch verfasster katholischer Sozialverband nehmen wir aktiv gesellschaftliche und politische Mitwirkungsmöglichkeiten wahr.
Schwerpunkte unseres Handelns sind: Die Arbeit mit und für junge Menschen, unser Engagement in der Arbeitswelt, mit und für die Familie und für die Eine Welt.
Der Verband lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder, das in der Freizeit erbracht wird. Ein wichtiger Beitrag zu unserem Erfolg ist das gute Zusammenwirken von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die verbandlichen Ebenen und Einrichtungen sind unter der Kurzbezeichnung KOLPING bekannt. KOLPING ist Ausdruck der gemeinsamen Idee und des gemeinsamen Handelns und Auftretens in der Öffentlichkeit.
Kolpingfamilie Zell-Mosel
Die Kolpingsfamilie Zell an der Mosel besteht bereits rund 130 Jahre in der Moselstadt. Der frühere Gesellenvater Adolph Kolping hatte die Idee der örtlichen Sozialverbände. Die familiäre Gemeinschaft, wie sich das weltweite Kolpingwerk insgesamt versteht, hat in Zell als Präses den Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinden der Stadt Zell, Paul Diederichs, und einen neu gewählten Vorstand. Vorgänger war der Jünglingsverein der Stadt Zell, der laut Satzung „durch Fortbildung und Unterhaltung den Sinn und die Befähigung für ein religiöses, sittliches und bürgerliches Leben anregen wollte. Politische Bestrebungen sind dem Verein fremd“. Unter dem sinnigen Leitsatz von Gründer Kolping: „Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz“, will die Kolpingsfamilie auch weiterhin handeln und bietet deshalb auch ein Miteinander an. So werden gesellige Veranstaltungen oder Wanderungen geplant, Seniorentage oder beispielsweise Kolping-Forum mit dem Thema „Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht“ angeboten. Auch Bildungs- und Besinnungstage sind gern genutzt. Eingeladen sind alle, besonders Jugendliche und Frauen.
Unser Bild zeigt den derzeitigen Vorstand der Kolpingfamilie Zell/Mosel - (von links) Bezirksvorsitzender Hermann Hochscheid, Schriftführer Hans Pargen, 2. Vorsitzender Willi Schumacher, Vorsitzende Gerti Neidhöfer, Kassierer Ferdinand Knaden, Präses Pastor Paul Diederichs, Kassenprüferin Anni Görgen, Beisitzer Fritz Baum und Erich Amann sowie der Kassenprüfer Peter Döpgen, Altbürgermeister von Zell.

Weitere Infos bei der Vorsitzenden Gerti Neidhöfer (Tel. 06542-960166), beim 2. Vorsitzenden Willi Schumacher (Tel.06542-41292) oder beim Kolpingwerk Diözesanverband Trier, Dietrichstr. 42, 54290 Trier, Tel. 0651-9941042, Fax: 0651-9941044, Mail: info@kolping-trier.de
oder Internet: www.kolping-trier.de
Priester ja oder nein
Der Hermeskeiler Franziskanerpater Christoph Mingers spricht am Donnerstag, 20. Mai, 20.00 Uhr im Pfarrsaal Zell, Schlossstraße, über das Thema „Priester ja oder nein“. Dazu laden die Kolpingfamilien Zell und Bullay alle Interessierten, nicht nur die Mitglieder, herzlich ein. Im vergangenen Jahr rief Papst Benedikt XVI. das Jahr des Priesters aus. Dass dieses Priesterjahr einen so schwierigen Verlauf nehmen würde, konnte niemand erahnen. Es gibt aber die Möglichkeit, bei diesen enormen Problemen einen Reinigungsprozess in der Kirche durchzuführen. Aus Anlass des Priesterjahres spricht Pater Mingers in Zell, der vielen noch durch seinen gekonnten Vortrag über „Paulus“ in Zell noch bekannt sein dürfte. ( hpa )
Klimaschutz Thema bei Kolping
Die Kolpingfamilien Zell und Bullay weisen auf eine interessante Veranstaltung am Dienstag, den 27.April in Trier hin. Dort wird vom Diözesankolpingwerk Trier ein Treffen unter dem Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ in der Katholischen Akademie/Robert Schumann-Haus stattfinden, besonders für Senioren geeignet. Inhaltlicher Schwerpunkt dieses Treffens ab 9.30 bis 16.30 Uhr sollen Informationen sein über die neusten Entwicklungen zu Klimawandel und Klimaschutz mit alltagstauglichen Tipps und Ideen. Referent ist der Diplom-Ingenieur und Energieberater Detlef Breuer.
Es wird ein Kostenbeitrag von 10,- Euro für die Verpflegung erhoben. Anmeldungen bis zum 19. April und Informationen dazu beim Kolpingwerk Trier, Dietrichstr. 42 in 54290 Trier, Telefon 0651-9941042, Fax 0651-9941044 oder marianne.thesen@kolping-trier.de . ( hpa )
Kolping tagt auf der Zeller Marienburg
Die nächste Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie Zell findet auf der Zeller Marienburg im Tagungssaal statt. Für Sonntag, den 14.März, 14.30 Uhr laden die Vorsitzende Gerti Neidhöfer und der Präses und stellvertretender Dechant Paul Diederichs alle Mitglieder aus Zell und Reil dazu ein. Die Versammlung beginnt um 14.30 Uhr mit einer Vesper in der Marienburg-Kapelle. Außer den üblichen Regularien wird eines der Hauptpunkte der Tagesordnung die Jahresplanung mit einigen bereits schon feststehenden interessanten Terminen sein. Auch stellt sich der neue Bezirksvorsitzende des Kolpingbezirkes „Mittelmosel“, Michael Cronauer aus der benachbarten Kolpingfamilie Bullay, vor. Er wird Neues und Wichtiges über den Bezirksverband berichten, was auch den örtlichen Verband betrifft. Wegen Mitfahrgelegenheiten soll man sich an die Vorsitzende unter der Tel.-Nr. 960166 wenden. ( hpa )
Vor Kolping Bullay und Zell spricht MdB Peter Bleser
-Ist der Sozialstaat noch finanzierbar?-
Zu einer gemeinsamen Veranstaltung der benachbarten Kolpingfamilien von Bullay und Zell laden diese am Freitag, den 26. März nach Bullay ein. Dort will um 19.30 Uhr im Weingut Sturm-Pargen in der Bahnhofstraße 13 der Bundestagsabgeordnete Peter Bleser über ein brisantes Thema „Ist der Sozialstaat noch finanzierbar?“ sprechen. Nach dem Referat ist genügend Zeit zur Diskussion eingeplant. Kolping bittet die Mitglieder aus Bullay, Zell und Reil diesen Termin mit dem Abgeordneten, der selbst Mitglied der Kolpingfamilie Bullay ist, bereits jetzt vorzumerken. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. ( hpa )
Rheumatologin: Vorbeugung gegen Brüchigkeit der Knochen wichtig
- Kolping Zell befasst sich mit Gesundheitsvorsorge -
Vorbeugen gegen die Krankheit „Osteoporose“, dem Knochenschwund, sollen besonders schlanke und blonde Raucherinnen, die Alkohol trinken und sich körperlich wenig bewegen, keine Kinder haben und in die Menopause kommen. Verschärfend sei auch noch eine calziumarme Ernährung oder wenn auch noch Kortison eingenommen werden muss.
Im Rahmen der Reihe „Gesundheitsvorsorge“ der Kolpingfamilie Zell erging vorgenannter Aufruf durch die internistische Rheumatologin Dr. Marie-Luise Stadelmann (Bad Bertrich). Der Präses von Kolping Zell und stellvertretender Dechant Paul Diederichs, konnte die Rheuma-Fachärztin vor recht großer Kulisse im Saal des Pfarrzentrums St. Peter in Zell begrüßen. „Ich bin überrascht, dass trotz der witterungsbedingten Behinderungen mehr als 50 Zuhörer erschienen sind“ freute sich Diederichs. Fast ausschließlich Frauen waren der Einladung gefolgt und warteten gespannt auf die Hinweise zu den Risiken und vorbeugende Maßnahmen.
„Sie sind zuerst einmal erschrocken, wenn ihr Arzt bei ihnen Knochenabbau feststellt. Doch der Abbau von Knochensubstanz ist zunächst einmal im Körper etwas ganz normales“ beruhigt Dr. Stadelmann. Denn Knochen würden „leben“ und immer wieder ab-, um- oder aufgebaut. Im Knochengerüst gibt es unzählige solcher „Baustellen“. Jedoch kommt es oft vor, dass die knochenabbauenden Einflüsse plötzlich überwiegen und die Knochenmasse und damit die Knochendichte und –Festigkeit abnimmt. Glücklicherweise lässt sich dieser Prozess heute durch geeignete Behandlungsansätze und richtiges Verhalten stoppen.
Die Rheuma-Fachärztin, die auch zuständig für Sozialmedizin ist, erläuterte anschaulich, weshalb besonders Frauen von Osteoporose betroffen sind. Die Hormone sorgten dafür, dass der stetige Auf- und Abbau der Knochenmasse sich in etwa die Waage hält. Bis zum Alter von rund 25 Jahren überwiege der Knochenaufbau. Ab der Lebensmitte nimmt die Knochensubstanz langsam ab. Werden jedoch wichtige Hormone wegen der Wechseljahre nicht mehr vom Körper gebildet, könnte das „Knochenbauwesen“ aus dem Gleichgewicht geraten: Es wird mehr Knochen ab- als aufgebaut. „Warum hat die Natur dies so eingerichtet“ kann man sich fragen. Früher wurden die Menschen gar nicht alt genug, um die unangenehmen Folgen von Osteoporose zu erleben. Um 1900 erreichten nur 16 Prozent der Frauen das 51. Lebensjahr und damit den Lebensabschnitt nach den Wechseljahren.
Zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen den Knochenschwund zählt neben der Medizin die calciumreiche Ernährung. „Also empfehlenswert sind Lebensmittel mit hohem Calciumgehalt: Milch und Milchprodukte, Hartkäse oder Fisch“. Schmelzkäse und Cola sei keinesfalls zu empfehlen und nur in einem geringen Maße Schokolade und dann nur die mit einem 70 oder 80 prozentigen Kakaoanteil. Neben diesen Ernährungsempfehlungen sei auch die Bewegung in Gottes freier Natur sehr wichtig oder das Treppengehen sowie das Tanzbeinschwingen. Dadurch würde der Knochenbau durch Muskeltätigkeit zur Neubildung angeregt. „Untätigkeit bewirkt übrigens genau das Gegenteil“ bekräftigt Dr. Stadelmann.
In der sich anschließenden regen Diskussion verwies die Fachärztin als eine der ganz wenigen internistischen Rheumatologen in Rheinland-Pfalz auf die Möglichkeit der Vorbeugungsmaßnahmen der Knochendichtemessung, die die Krankenkassen jedoch erst dann übernehmen würden, wenn die schleichende Krankheit zur Gewissheit geworden sei und bereits Brüche vorlägen. Aus dem Kreis der aufmerksamen Zuhörer kam auch die Frage, ob der Untergang der Rheumatologie in Deutschland und besonders hier auf dem flachen Lande vorprogrammiert sei. Die ambulante Versorgung der Rheuma-Patienten wurde bemängelt. Dr. Stadelmann verwies auf die Tatsache, dass in Trier bereits eine Rheuma-Fachpraxis aus finanziellen Gründen geschlossen und dies zur Folge habe, dass ihre Fachpraxis in Wittlich ein Einzugsgebiet vom Westerwald bis ins Saarland habe und mit neuen Patienten überschwemmt sei, die kaum zu versorgen sind. Und dies alles vor dem Hintergrund, dass die zuständige Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV) gegen den Protest der Rheumatologen zum Teil bis zu 40 Prozent Leistungskürzungen vorgenommen hat. „Ich muss, um das Hobby Kassenpatienten zu versorgen, aus finanziellen Gründen andere Tätigkeiten ausführen. So mache ich Gutachten in der Schweiz, wo man als Fachrheumatologin noch anerkannt wird, versorge Kliniken und Privatpatienten. Diese Zeit geht natürlich den Kassenpatienten verloren“, kritisiert sie die Lage. Bereits ein Drittel der im Schweizer Gesundheitswesen tätigen Ärzte seien Deutsche. Großes Unverständnis zeigten die anwesenden Rheumakranken über diese Vergütungspolitik der KV. ( hpa )
„Damit mein Wille respektiert wird“
- Patientenverfügung war Thema -
„Patienten haben ein Recht, in einem persönlichen Gespräch von ihrem Arzt vor der Behandlung verständlich, sachkundig und angemessen aufgeklärt und beraten zu werden“. Dies betonte die Leitende Oberärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin aus Krefeld-Uerdingen, Marion Neidhöfer, bei einem Vortrag über „Patientenverfügung“ in Zell. Eingeladen hatte in den Saal des Zeller Pfarrzentrums St. Peter Kolping Zell, dessen Präses und Pastor Paul Diederichs die außerordentlich zahlreichen Interessierten herzlich begrüßte. Besonders erfreut zeigte sich der Geistliche über die Tatsache, dass er eine in Zell geborene Referentin vom Niederrhein begrüßen konnte, deren Mutter zudem noch Vorsitzende der Kolpingfamilie Zell ist.
„Vor jeder Behandlung muss der Patient grundsätzlich seine Einwilligung geben“. Wenn er nicht ansprechbar sei, so die Fachärztin für Anästhesiologie, reiche bei leben- und gesundheitserhaltenden Notfallbehandlungen ausnahmsweise seine mutmaßliche Einwilligung aus. Diese könne auf Auskünfte naher Angehöriger oder Vertrauenspersonen gestützt werden. Aber besonders hilfreich sei in diesen Fällen eine schriftlich verfasste Patientenverfügung, manchmal auch „Patiententestament“ genannt. Darin würden üblicherweise die Behandlungswünsche und Behandlungsgrenzen individuell beschrieben und aufgezeigt.
Die Patientenverfügung sei eine schriftliche Vorausanweisung. Sie sei nur für den Fall vorgesehen, dass der Betroffene nicht mehr in der Lage sei, seine Wünsche selbst kundzutun, so die Oberärztin vom St. Josefhospital Uerdingen, die die Zusatzbezeichnung „Palliativ- und Notfallmedizin“ führen darf. Die Zuhörer merkten schnell, dass die Referentin viel Praxiserfahrung mitbringt, zumal sie zu Beginn ihrer ärztlichen Tätigkeit in der Intensivstation („mein Hobby“) arbeitete. Danach kam eine lange Zeit der Tätigkeit als Notärztin, die sie auch gerne ausübte. Sie empfahl die Patentenverfügung allen Menschen, insbesondere denen, die an einer fortschreitenden Erkrankung leiden. Der Zeitpunkt einer Erstellung solle nicht lange hinausgeschoben werden, besonders bei chronischer, nicht heilbarer Erkrankung. Es sei eine freie Formulierung gestattet, die die Referentin bevorzuge. Dazu käme die Möglichkeit Vordrucke zu verwenden, mit der Möglichkeit der freien Formulierung oder besonders gestalteter Vordrucke. Selbst mündlich sei dies möglich.
Der Inhalt einer solchen Verfügung seien Wünsche zur medizinischen Behandlung oder Nicht-Behandlung, zur Behandlungsbegrenzung oder zum Aufenthaltsort beim Ableben. Zum typischen Aufbau des Schriftstückes gehöre neben der Schilderung der Situationen, für die es gelten soll auch die Festlegung zu ärztlichen oder pflegerischen Maßnahmen. Auf jeden Fall das Datum und die Unterschrift. Als Eingangsformel erscheint der volle Namen mit Geburtsdatum und Wohnort mit der Aussage: „Ich bestimme für den Fall, dass ich meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann“. Dann folgen Schilderung der Situationen für das das Papier gelten soll (zum Beispiel beim Endstadium einer unheilbaren Krankheit), Festlegung von Maßnahmen (z.B. Schmerzbehandlung oder künstliche Ernährung) oder, wer als Beistand gewünscht wird, zum Beispiel Festlegung eines Namens, Vertreter einer Kirche oder des Hospizes. Man soll verbindlich festlegen, wie man den Willen befolgen soll und wenn der mutmaßliche Wille ermittelt werden muss, wer dafür zuständig ist: Der Bevollmächtigte, Betreuer oder Arzt.
Die Schlussformulierung sollte unter anderem die Feststellung enthalten, dass man den Inhalt und die Konsequenzen der getroffenen Entscheidung voll begriffen hat. Auch gehört dazu, dass die Möglichkeit der Änderung und des Widerrufs der Patientenverfügung besteht und die Erklärung über den Vollbesitz der geistigen Kräfte sowie das Papier ohne äußeren Druck in eigener Verantwortung erstellt wurde. Abschließend verwies die Referentin auf die Möglichkeit des Kombinierens mit einer Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht und auf die Praxis, alle ein bis zwei Jahre die Verfügung durch erneute Unterschrift zu bestätigen mit dem Vermerk, dass diese nach wie vor seinem Willen entspricht. Eine ordnungsgemäße Patientenverfügung müsse vom Arzt beachtet werden, wenn sie nicht zu alt ist, sonst begehe er Körperverletzung. Unbedingt notwendig sei dafür, dass eine solche Verfügung bekannt ist. So dürfe diese niemals im Safe verschwinden, sondern die Existenz und den Aufbewahrungsort solle den Menschen in der Umgebung bekannt sein. Je eine Kopie für den Hausarzt oder für das Krankenhaus sei sehr dienlich und man führt einen Hinweis auf das Vorhandensein einer solchen Verfügung mit sich.
Bevor die Diskussion begann machte Marion Neidhöfer auf die grundsätzliche Schwierigkeit der konsequenten Befolgung einer vorhandenen Patientenverfügung aufmerksam. Sie ist im Hinblick auf die jetzt immer noch strittige Formulierung des Gesetzes durch den Deutschen Bundestag der Meinung, in der Praxis müsse sowieso von Fall zu Fall entschieden werden, da ein Gesetz nicht alle möglichen speziellen Einzelheiten regeln, also festklopfen könne. Dies habe sie in ihrer langjährigen Praxis oftmals erlebt, dass es immer auf den Einzelfall ankäme, zumal sie auch einen Arbeitskreis „Umfassende Behandlung Schwerstkranker“ in Krefeld leitet und es manche schwierige Situationen gab.
Eine Formulierungshilfe für eine ordnungsgemäße Patientenverfügung kann beim Bundesministerium der Justiz in 10117 Berlin angefordert oder im Internet unter www.bmj.de/service/ratgeber heruntergeladen werden. (hpa)
Foto: Pargen
Zahlreiche Zuhörer im Zeller Pfarrzentrum horchten aufmerksam der Oberärztin Neidhöfer zu.
Nach dem kurzweiligen Referat bedankte sich der Präses der Kolpingfamilie Zell,
Pastor Diederichs mit einem Weinpräsent
Bewegen, aber nicht belasten bei rheumatischen Beschwerden
- Gesundheitsvorsorge bei Kolping Zell –
„Information ist Motivation. Bewegen, aber nicht belasten“. Diese beiden Grundsätze hat Dr. Marie-Luise Stadelmann aus Wittlich den Gelenk-, Weichteil- und Wirbelsäulenkranken bei einem viel beachteten Vortrag in Zell mit auf den Weg gegeben. Sie zeigte gleichzeitig im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheitsvorsorge bei Kolping“ Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen für die wesentlichen Rheumaerkrankungen auf. Eingeladen hatte die Kolpingfamilie Zell in den Pfarrsaal des Pfarrzentrums St. Peter und eine überaus große Zahl von Betroffenen war erschienen. Selbst eine Gruppe Interessierter aus Bernkastel – Kues und Wittlich war dafür angereist.
Doch bevor die Fachärztin für Rheumatologie und Inneres sowie Sozialmedizin Dr. Stadelmann ihre sehr verständlichen Ausführungen über eine schwere Materie machte, begrüßte die Vorsitzende von Kolping Zell, Gerti Neidhöfer, die zahlreich Erschienenen aus Nah und Fern. Sie betonte die Wichtigkeit der Aufklärung der Ursachen rheumatischer Beschwerden und die eventuellen Auslöser der Rheuma-Erkrankungen. Die Referentin, die in Bad Bertrich wohnt und ihre eigene Praxis in Wittlich betreibt, kam sodann auch direkt auf wichtige Grundsätze zu sprechen. „Ich will Betroffenen Hinweise und auch Sicherheit mit dem Umgang der zahlreichen Rheumaerkrankungen geben“ meinte sie. „Rheuma“ sei ein Wort aus dem Griechischen und bedeute übersetzt soviel wie „fließender, strömender“ Schmerz und kommt in über 400-facher Form vor.
Unterschieden werden entzündliche und verschleißbedingte Gelenk-, Weichteil- und Wirbelsäulenkrankheiten. Dabei sei es sehr wichtig, wie eine richtige ärztlich verordnete Medikamenteneinnahme, tägliches Gelenk- und Wirbelsäulentraining und physikalische Therapie erfolgt um den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen und schwere Folgen vorzubeugen. Überaus wichtig sei dabei der Patient selbst, der selbst aktiv gegen die schmerzhafte Krankheit antreten muss. Da das Hauptsymptom der Rheumaerkrankungen meistens Schmerzen oder Entzündungen an Gelenken oder Weichteilen, wie Muskeln, Sehnen und Nerven sei, wäre die Ursachenforschung äußerst wichtig, stellt die praxiserfahrene Medizinerin klar. Für eine richtige Diagnose des Krankheitsbildes kommt der Referentin noch der Umstand zu Gute, dass sie mehrere Jahre in einer großen Rheuma-Klinik in Oberammergau und als Chefärztin in der Bad Bertricher Meduna-Klinik gearbeitet hat und zudem Gutachterin in der Schweiz ist.
Keinesfalls sei Rheuma nur eine Alterskrankheit. Viele frühbeginnende Erkrankungen bei Kindern beweisen dies. Deshalb hat sich die Referentin auch für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Fragen nach der Vererbung, zum Beispiel bei der Morbus-Bechterew-Erkrankung, oder wann das Immunsystem besonders geschwächt ist wurden besprochen. Die Ärztin als eine der ganz wenigen internistischen Rheumatologen in Rheinland-Pfalz kam besonders im Hinblick auf die Krankheitsbilder „Gicht“ und „Osteoporose“ auf richtiges Essen und Trinken zu sprechen. Anhand von Bildern hat sie eindringlich auf die schlimmen Folgen bei Gicht als Stoffwechselkrankheit hingewiesen, wenn zu fettig gegessen und Alkohol getrunken würde oder bei übergewichtigen Menschen.
Beim Knochenschwund, also Osteoporose, sei beispielsweise Cola, Schmierkäse, Bewegungsmangel oder eine einseitige Ernährung ohne frischen Salat und Gemüse geradezu schädlich. Hier seien Kinder und Jugendliche besonders mit ihrem Fast Foot im Hintertreffen, da der Knochenaufbau besonders wichtig sei. Durch ungesunde Ernährung ist die Osteoporose mit ihren schlimmen Folgen der Entkalkung vorprogrammiert. Übergewichtige seien bei der oft vorkommenden Arthrose (Gelenkverschleiß) und anderen Gelenkerkrankungen besonders betroffen. Auch das Rauchen sei in vielen Fällen mit ein Grund für rheumatische Beschwerden. Klassische Möglichkeiten der stetigen Bewegung ohne Belastung sei das Schwimmen und Radfahren.
Mit Empfehlungen für Behandlungsmöglichkeiten für Finger-, Hand- und Schultergelenke, Hüftgelenke, Knie-, Fuß-und Zehengelenke sowie Bechterewsche Krankheit (Versteifung der Wirbelsäule) und für verschleißbedingte Wirbelsäulenerkrankungen zum Beispiel durch Krankengymnastik endete die Rheumatologin ihre umfangreichen Ausführungen mit viel Beifall. (hpa)
Dank sprachen der Referentin Dr. Marie-Luise Stadelmann (Mitte) nach dem Vortrag
die Vorsitzende der Kolpingfamilie Gerti Neidhöfer und der Präses Paul Diederichs aus.
Foto: Hans Pargen
Zeller Kolping pilgerte zum Peterswalder Bildchen
Mitglieder und Freunde der Kolpingfamilie Zell pilgerten mit Pastor Paul Diederichs zum Gnadenbild der Madonna im dichten Peterswalder Hunsrückwald, im Volksmund „Bildchen“ genannt. Die Kapelle, die als Marienanbetungsstätte bereits 150 Jahre alt ist, wird auch vom Bistum Trier als regionale Wallfahrtsstätte geführt. Fast 40 Teilnehmer nahmen an der Prozession entlang des Kreuzweges vom Ortsrand Peterswald aus unter Leitung des Zeller Geistlichen, der zugleich Präses von Kolping Zell ist, teil. Bevor es Kaffee und Kuchen im Gasthaus Hillen in Peterswald gab, hielt Diederichs noch eine kurze Andacht in der restaurierten Bildchen-Kapelle, die von freiwilligen Helfern der Sankt Barbara-Bruderschaft Peterswald liebevoll gepflegt wird. In dieser katholischen Bruderschaft sind fast alle Männer von Peterswald ab 18 Jahren, insgesamt 100, auch Mitglied. Sie wurde von früheren Bergleuten aus den umliegenden Schiefergruben vor weit über 100 Jahren gegründet.
Foto: Hans Pargen
Kolping „Mittelmosel“ wanderte an den Maaren
An der traditionellen Jahreswanderung des Kolping-Bezirkes „Mittelmosel“ beteiligten sich auch Abordnungen der örtlichen Kolpingfamilien aus Bernkastel-Kues, Wittlich, Daun, Zell und Bullay. Die Bezirkswanderung fand dieses Mal im Raum Daun statt, nachdem im vorherigen Jahr Kolping Zell eine Barlwanderung ausgerichtet hatte. Die Wanderstrecke begann an der Kapelle am Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt, und führte bis zum Gemündener Maar bei Daun. Die ausrichtende Kolpingfamilie Daun und der Bezirksvorsitzende Hermann Hochscheid (Wittlich) hatten zum Abschluss in eine Dauner Gaststätte zu Kaffee und Kuchen geladen.
Unser Foto zeigt die Wanderer beim Start an der Totenmaar-Kapelle.
Foto: Hans Pargen
Kolpingsfamilien Bullay und Zell
im Gespräch mit Trierer Weihbischof
Anlässlich der in Trier stattgefundenen Festveranstaltung zur 150-Jahr-Feier des Kolping Diözesanverbandes in Sankt Maximin mit dem Ministerpräsidenten Dieter Althaus aus Thüringen als Festredner, hatten einige Vertreter der teilnehmenden örtlichen Kolpingsfamilien aus Bullay und Zell die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit dem Weihbischof Robert Brahm, der zugleich Diözesan-Administrator während der jetzigen "Sedis Vakanz" im Bistum Trier ist. Die Teilnehmer waren dankbar, dass der Trierer Weihbischof sich die Zeit nahm zu einem Plausch.
Unser Foto zeigt die Kolpingschwestern und Kolpingsöhne aus Bullay und Zell mit Weihbischof Brahm im Festzelt.
Foto: Hans Pargen
Paulus als Völkerapostel
Der Hermeskeiler Franziskanerpater Christoph Mingers sprach am Mittwoch, 26. November, 19.30 Uhr im Zeller Pfarrzentrum in der Schlossstraße über das Thema „Paulus – Völkerapostel“.
Bis zum Juni 2009 gedenkt die Kirche des 2000sten Geburtstages dieses Juden-Christen, der die Botschaft von Jesus Christus vor allem unter den Heiden bis nach Europa verkündete. Der Referent warf dabei einen Blick auf das Leben und Denken des Völkerapostels, seinen Werdegang und seine Auseinandersetzung als Jude und Christ mit dem Gottesvolk Israel. Paulus verfolgte ja zunächst die Christus-Gläubigen, aber von ihm sind uns die ältesten Schriften des Neuen Testamentes überliefert worden.
Im Rahmen der Zeller Vortragsreihe über Paulus hielt auch Dr. Marianne Bühler am 22. Januar 2009 einen Folgevortrag zum Thema „Paulus und die Frauen“. Frau Bühler kommt aus Wittlich und ist Vorsitzende der christlich-jüdischen Gesellschaft in Trier. Bis vor kurzem war sie auch pädagogische Mitarbeiterin am Emil-Frank-Institut. ( par )
Ankündigungen/Termine:
- 1) 09.02.2010 Dienstag, 20.11 Uhr im Zeller Pfarrsaal - Kolping gemeinsam mit dem Zeller Kirchenchor, Fastnachtsabend
- 2) 21.03.2010 Sonntag, 18.00 Uhr im Zeller Pfarrsaal - Lichtbildervortrag von Sarah Bremm (Kaimt) über Kenia. Ein Erfahrungsbericht als Krankenschwester im Rahmen des Programms "Kolping International"
- 3) 14.03.2010 Sonntag, 14.30 Uhr auf der Zeller Marienburg,Tagungssaal - Jahreshauptversammlung mit Berichten des Vorstandes und des neuen Bezirksvorsitzenden Michael Cronauer (Bullay). Die Zusammenkunft beginnt mit einer kurzen Vesper in der Marienburg-Kapelle
- 4) 20.05.2010 Donnerstag, 20.00 Uhr im Zeller Pfarrsaal - Vortrag "Priester ja oder nein" vom Hermeskeiler Franziskanerpater Chr.Mingers
- Geplant sind auch Veranstaltung gemeinsam mit der benachbarten Kolpingfamilie Bullay.
- Vorgesehen ist ebenfalls ein Wanderbericht "Auf dem Jakobsweg" von Robert Weis(Zell) im Frühsommer und eine Veranstaltung mit der Amtsärztin Cochem-Zell, Dr.Gerling, über "Impfung ja oder nein".
- Genaue Termine werden noch mitgeteilt. Zu allen Terminen sind auch Nichtmitglieder herzlich vom Vorstand willkommen.
- 1) 09.02.2010 Dienstag, 20.11 Uhr im Zeller Pfarrsaal - Kolping gemeinsam mit dem Zeller Kirchenchor, Fastnachtsabend
- 2) 21.03.2010 Sonntag, 18.00 Uhr im Zeller Pfarrsaal - Lichtbildervortrag von Sarah Bremm (Kaimt) über Kenia. Ein Erfahrungsbericht als Krankenschwester im Rahmen des Programms "Kolping International"
- 3) 14.03.2010 Sonntag, 14.30 Uhr auf der Zeller Marienburg,Tagungssaal - Jahreshauptversammlung mit Berichten des Vorstandes und des neuen Bezirksvorsitzenden Michael Cronauer (Bullay). Die Zusammenkunft beginnt mit einer kurzen Vesper in der Marienburg-Kapelle
- 4) 20.05.2010 Donnerstag, 20.00 Uhr im Zeller Pfarrsaal - Vortrag "Priester ja oder nein" vom Hermeskeiler Franziskanerpater Chr.Mingers
- Geplant sind auch Veranstaltung gemeinsam mit der benachbarten Kolpingfamilie Bullay.
- Vorgesehen ist ebenfalls ein Wanderbericht "Auf dem Jakobsweg" von Robert Weis(Zell) im Frühsommer und eine Veranstaltung mit der Amtsärztin Cochem-Zell, Dr.Gerling, über "Impfung ja oder nein".
- Genaue Termine werden noch mitgeteilt. Zu allen Terminen sind auch Nichtmitglieder herzlich vom Vorstand willkommen.
