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Bolivienpartnerschaft

Die Partnerschaft des Bistums Trier mit der Kirche von Bolivien ist in über fünf Jahrzehnten vielfältig gewachsen. Den Anstoß zur Zusammenarbeit gab im Jahr 1960 der damalige Erzbischof von Sucre, Clemente Maurer; er stammte selbst aus dem Bistum Trier, aus dem saarländischen Püttlingen.
Aus der Trierer Bolivienhilfe, die angesichts der sozialen Not der Bevölkerung und der großen Probleme in der kirchlichen Arbeit finanzielle und personelle Unterstützung leistete, wurde mehr und mehr eine Partnerschaft....

Kleidersammlung

In unseren Pfarreien findet jährlich eine Kleidersammlung statt. Wir sind sehr froh, dass vor allem unsere Jugendlichen diese Aktion Jahr für Jahr stämmen.

Dabei werden gut erhaltene Kleider gesammelt und zu einer zentralen Sammelstelle gebracht. Die besterhaltenen Kleidungsstücke werden dort ausgesucht und in den sogenannten "sacond-hand" Läden in Westeuropa verkauft. Sie bringen auch den größten Ertrag, mit dem Jugendprojekte in Bolivien unterstützt werden.
Die restlichen Stoffe werden weiter zu Putzlappen verarbeitet. Deshalb unsere Bitte: Wenn Sie Ihre Kleidung nicht mehr brauchen, halten Sie sie bis zur nächsten Bolivienkleidersammlung zurück, oder melden Sie sich im Pfarrbüro, um sie vorher abzugeben.

Termin:

Die nächste Bolivienkleidersammlung findet am Samstag, dem 05. Mai 2018 statt. Die Sammlung beginnt um 9.00 Uhr.
Bitte stellen Sie Ihre gut erhaltene Kleidung erst kurz davor raus, da immer wieder auch Diebstähle passieren.

„Wer jetzt Kleider aussortiert, der sollte sie auf jeden Fall für die Bolivienkleidersammlung aufbewahren und nicht in den erstbesten Container werfen,“ so die Verantwortlichen der Sammlung. Denn hier kommt der Erlös der Sammlung wirklich den bedürftigen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bolivien zugute und nicht professionellen Sammlern, die einen wohltätigen Zweck mit wenigen Prozenten des Erlöses bedenken. Außerdem hat sich die Bolivienkleidersammlung des BDKJ (Bund der deutschen Katholischen Jugend) seit langem dem Dachverband FAIRWERTUNG angeschlossen, der z.B. garantiert und kontrolliert, dass mit dem Verkauf der Kleidung in andere Länder deren Kleidermarkt nicht zerstört wird. Zwei gute Gründe, die Kleidung noch eine kurze Zeit aufzubewahren, um sie dann am Sammeltag vor die Tür zu stellen.

In Zell, beim Herrn Ivanovic, gibt es zudem den sogenannten Bolivien-Kleiderpunkt, wo Sie das ganze Jahr über Kleidersäcke abgeben können. Ein kurzer Anruf (s. unten) genügt.

Kurzinfos zur Aktion:
Die Kleidertüten sollten bis spätestens eine Woche vor derr Sammlung in die Haushalte verteilt sein und liegen zusätzlich im Pfarrbüro und an anderen Orten aus. Die Sammler nehmen am Tag der Sammlung aber auch jede andere Tüte mit, die entsprechend gekennzeichnet am Straßenrand steht.
Fragen rund um die Bolivienkleidersammlung im Zeller Hamm beantwortet Gemeindereferent Ivo Ivanovic, Tel. 06542-961175, Pastoralreferent Frank Hoffmann im Dekanatsbüro, Tel. 02673-9619470, www.jucoc.de.to und Jugendpfarrer Jan Lehmann, Fachstelle für Jugendpastoral, Marienburg, Tel. 06542-901353.
Weitere Infos unter: www.bolivienkleidersammlung.de

Bolivien-Partnerschafts-Nachmittag 2013 in Zell

Rückblick - Bolivienpartnerschaftsnachmittag
Um die Verbundenheit mit Partnerland Bolivien zu stärken und die Früchte dieser Partnerschaft zu sehen, findet jedes Jahr im Bistum Trier eine Partnerschaftswoche. Die Eröffnung fand dieses Jahr am 28. September in Zell statt.
Schon im Vorfeld beschäftigten sich zwei 9-er Schulklassen der IGS Zell mit dem diesjährigen Thema "Die Erde ist für alle da". Sie teilten sich in Kleingruppen auf und gestalteten "Futuros" aus kleinen Baumscheiben. Sie bemalten sie oder brannten das Symbol in das Holz ein. Ihrer Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Einige andere kochten Marmelade, weitere gestalteten die Etiketten und Plakate für die anstehende Verkaufsaktion. Am 28. September verkauften Freiwillige von ihnen diese Produkte an einem Stand im Globus, dem wir an dieser Stelle danken für diese Möglichkeit, die Aktion publik zu machen. Immerhin kamen letztlich aus dem Verkauf von Futuros, der Marmelade und des Schuleigenen alkoholfreien Secco 513,00 Euro zusammen. Mit diesem Geld werden Bäume in Bolivien gesetzt, um durch Menschen verursachte Halbwüsten wieder zu begrünen. Allen Beteiligten sei dafür herzlich gedankt.

Am Nachmittag dann waren ca. 30 Teilnehmer im Pfarrzentrum Zell in verschiedenen Workshops aktiv:
a. Singwerkstatt
b. Kochen wie im Hochland
c. Futuros auf große Baumscheiben sprayen und Bilder malen

Die Ergebnisse konnten sich sehen hören und schmecken lassen.

Nach dem Gottesdienst in St. Jakobus (Kaimt) fand dann ein Konzert in St. Peter mit dem bolivianischen Jugendbarockorchester MOXOS statt, zu dem mehr als 100 weitere Besucher dazu kamen.

Im 17. Jahrhundert begannen Jesuiten mit dem missionarischen Experiment, die im Amazonastiefland lebenden Indios in Dörfern anzusiedeln.
Die Indianersiedlungen boten den Menschen nicht nur ein Leben in Frieden und Freiheit, sondern vor allem Schutz vor den Überfällen der Sklavenjäger und der Ausbeutung durch die Kolonialherren. In den Siedlungen hatten die Kolonialherren keinen Zutritt, um Arbeitskräfte gewaltsam zu rekrutieren. Das war einer der Gründe, warum sie das Missionswerk letztlich vernichtet haben. Es stand den kolonialen Interessen im Weg.
Bei den Ureinwohnern traf besonders die Musik auf offene Ohren; die Indianer waren schon bald in der Lage, die barocke Musik, welche die Missionare aus Europa mitgebracht hatten, selber zu singen und zu spielen. Mit Musik ging es zur Arbeit, Musik war wichtig in der Kirche, bei Festen und Feiern. Die Musik war das Wundermittel, das die Indianer anzog, so dass sie freiwillig in die neuen Siedlungen kamen.
Das Erbe der Jesuiten-Siedlungen wird seit 1985 in San Ignacio de Moxos im bolivianischen Tiefland neu belebt und gepflegt; Chor- und Sologesang sowie unterschiedliche Instrumentalensembles haben der Musikschule unter der Leitung von Antonio Puertas auf Tourneen zu internationalem Ansehen verholfen.

Wer sich über die barocke Musik direkt aus dem Dschungel informieren und somit einen kleinen Eindruck vom Konzert hören möchte, dem empfehlen wir das Feature des Deutschlandfunkes.

"Es war ein toller Tag, vor allem auch deswegen weil viele Bolivianer (Freiwillige aus Bolivien) und hier Lebende den Tag mit ihrem Da-sein und mitmachen bereichert haben", so Pastoralreferent Frank Hoffmann.

Weitere Infos bei Gemeindereferent Ivo Ivanovic in Zell, Tel. 06542-961175 oder bei Rudolf Zavelberg und Frank Hoffmann im Dekanatsbüro in Ellenz unter Tel. 02673-96194710. Oder unter http://www.bistum-trier.de/weltkirche

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Bolivien-Kleidersammlung

Rückblick Bolivien-Kleidersammlung 2013

Die Bolivien-Kleidersammlung am 20. April erbrachte eine Sammelmenge von 438.420 kg gebrauchter Kleidung. Das sind 14,9 % oder 77 t weniger als im Vorjahr. Erfreulicherweise konnte dieser Rückgang durch die bessere Lage am Altkleidermarkt wettgemacht werden!
Großer Dank gilt den rund 3.000 Engagierten für ihren Einsatz. Sie geben der Kleidersammlung und der Bolivienpartnerschaft der Katholischen Jugend im Bistum Trier ein Gesicht.

Gleichzeitig gibt es, vermute ich, in jedem Kleiderschrank diese eine Ecke, die gespickt ist mit nie oder nur selten getragenen Kleidungsstücken. Sie entsteht entweder aus Nostalgie, weil man sich noch nicht von den längst schon zu eng gewordenen Sachen, die vor Jahren mal der letzte Schrei waren, trennen mag. Oder aber aus Schuldbewusstsein, weil man die guten Sachen nicht einfach wegwerfen kann. Aber das Nützlichste, was Ihren Kleidern passieren kann, ist es, sie für die Bolivien-Kleidersammlung zu spenden.
Denn die Bolivien-Kleidersammlung wird unter dem Zeichen FairWertung durchgeführt,was eine deutliche Unterscheidung zu anderen Sammlungen ausmacht, die nur dem eigenen Profit nachgehen. Zu den verbindlichen Standards gehören: Gemeinnützigkeit, eigenverantwortliche Sammlung statt Logoverkauf, Erfüllung aller Rechtsnormen, klare und wahrheitsgemäße Information, Umweltschutz und verantwortliche Entsorgung, umfassende Transparenz und Kontrolle. Der Dachverband FairWertung e.V. beobachtet die Entwicklung auf dem weltweiten Markt für Second Hand Kleidung.

Wenn Sie sich nun dazu durchringen können, Ihre nicht mehr getragenen aber gut erhaltenen Kleider zu entsorgen, und nicht wissen wohin damit, dann melden Sie sich bei uns unter: 06542-961175.
Im Pfarrzentrum Zell können sie diese das ganze Jahr über abgeben.

Rückblick Bolivien-Kleidersammlung 2012
Wieder eine sehr erfolgreiche Aktion!
Bei der Bolivien-Kleidersammlung am 24. März wurden 515.480 kg gebrauchte Kleidung gesammelt. Das sind 2,53 t mehr als im Vorjahr. Die Marktlage für Gebrauchtkleidung hat sich nochmals verbessert, was wiederum eine Reihe von konkurrierenden Sammlern auf den Plan gerufen hat. Dass dennoch die Sammelmenge gehalten werden konnte spricht für die Aktion und zeigt die Unterstützung durch die Bevölkerung. Wir danken den rund 3.000 Beteiligten und Engagierten für ihren Einsatz bei dieser erfolgreichen Aktion, die fester Bestandteil der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier ist.

Somit trägt auch die Aktion vom 24. März durch die Erlöse aus dem Verkauf der Kleidung zur nachhaltigen finanziellen Unterstützung der Partnerorganisationen in Bolivien bei.
Hierzu gehört die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca –Trier“, die sich für ca. 1.500 Kinder und Jugendliche im Erzbistum Sucre einsetzt. Sie muss ihre Arbeit kontinuierlich an die veränderten Rahmenbedingungen im Bildungsbereich anpassen und neue Wege beschreiten. Besonders innovativ erweist sich die Stiftung mit ihrem Engagement im Bereich der Förderung von lern- und körperbehinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den ländlichen Gebieten. Die Stiftung als Einrichtung der Katholischen Kirche setzt hier angesichts der desaströsen Situation von behinderten Menschen in Bolivien ein wichtiges Zeichen.
Die Bolivien-Kleidersammlung wird unter dem Zeichen FairWertung durchgeführt. Der Dachverband FairWertung e.V. ist der erste und bisher einzige Verband, der sich mit verbindlichen Standards für den Gebrauchtkleiderhandel befasst. Es geht um Transparenz und Verantwortlichkeit bei der Sammlung, Sortierung und Vermarktung von gebrauchter Kleidung.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten für das Engagement und die Unterstützung!