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Kreuzerhöhung in Neef

Aktuelles

Kinderkirche am Palmsonntag 2016
Am Abend vor Palmsonntag feirten wir mit vielen Kindern, ihren Eltern und anderen Erwachsenen einen schönen Palmsonntagsgottesdienst. Vor der Kirche wurden Palmzweige und die mitgebrachten Palmstöcke gesegnet. Sie weisen auf Freude und Leid bzw. auf den Glauben an das ewige Leben hin. Diese lagen auch beim Einzug Jesu in Jerusalem ganz nah beieinander. Das konnten die Kinder selbst nachempfinden indem sie im Gottesdienst mit Klötzchen, Tüchern und biblischen Erzählfiguren den Weg des Königs mit einer anderen Krone mitgestaltet haben. Zum Abschluss durfte ein Gruppenfoto nicht fehlen.

Sternsingeraktion 2016
Anfang des Jahres waren auch in unserer Pfarrei die Sternsinger unterwegs. Sie besuchten alle Häuser und brachten Segenswünsche für das neue Jahr 2016. In diesem Jahr sammelten sie Geld beispielhaft für die Kinder in Bolivien, die wie alle Menschen Repekt und eine faire Chance verdienen. Dabei wurden 772,57 € gesammelt.
Allen Kindern, ihren Betreuerinnen und allen, die sie freundlich empfangen haben, sagen wir an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Nachfolgend sehen Sie ein Bild in unserer Kirche nach dem Aussendungsgottesdienst.

Aus der Geschichte der Pfarrei Neef

Neef wird 1049 als „vicus navis“ erstmals urkundlich erwähnt. 1140 wird die „Kirch zu Neve“ dem drei Jahre zuvor in der Nähe gegründeten Kloster Stuben zugeteilt.
Auf der Höhe über dem Kloster war schon zur Römerzeit ein Bergheiligtum mit einer Begräbnisstätte. Heute noch tragen die Neefer ihre Toten auf den Bergfriedhof bei der Peterskapelle, die damals wohl die Pfarrkirche für die ganze Umgebung war. Aber auch im Ort selbst stand eine kleine Kirche, die dem Patron des Bistums Trier, dem Apostel Matthias, geweiht war. Sein Attribut, das Beil mit dem er enthauptet worden ist, befindet sich im Wappen der Gemeinde Neef; daneben steht das Kreuz von Kurtrier, zu dem Neef die ganzen Jahrhunderte hindurch gehört hat.
1747 wurde an der Stelle der alten eine neue Matthiaskirche errichtet. Der romanische Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert blieb erhalten und ist heute noch in der „Alten Kirchstraße“ zu finden. Aus diesem Turm stammen auch die drei im 14. und 15. Jahrhundert gegossenen Neefer Kirchenglocken.
1890/91 wurde unter Pfarrer Michael Menderfeldt die jetzige Kirche im neugotischen Stil gebaut. Die Dorfbewohner haben dabei ganz ungewöhnlich große Sach- und Dienstleitungen erbracht.
Die Baukosten beliefen sich auf 72.000 Goldmark. Die Kirche ist dem Heiligen Kreuz geweiht. Dies ist ein Hinweis auf die engen Beziehungen zum o. g. Kloster Stuben, wo seit den Kreuzzügen eine Kreuzreliquie verehrt wurde (heute im Domschatz zu Limburg). Das „Stubener Koppelkreuz“ findet sich ebenfalls im Neefer Wappen; daneben ist die „Wolfsangel“ der Herren von Metzenhausen, denen einst das heute noch sehr eindrucksvolle Burghaus am Moselufer gehörte.
1794 wurde das Kloster Stuben aufgelöst. Immer noch steht die imposante Ruine der Klosterkirche am Moselbogen gegenüber von Bremm. 1804 wurde Neef selbständige Pfarrei. Seit September 2011 ist sie eine der 10 Pfarreien in der Pfarreiengemeinschaft „Zeller Hamm“.
Im Jahr 2008 wurde die Kirche renoviert. Möge sie noch lange bestehen GOTT ZUR EHRE UND DEN MENSCHEN ZUM HEIL!

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Die Kapelle auf dem Petersberg

In alten Zeiten fand in Neef an der Mosel ein kleiner Kirchlein mitten in einem Friedhofe, auf dem die Dorfbewohner seit Menschengedenken zur letzten Ruhe gebettet wurden. Wie nun das ehrwürdige Gotteshaus baufällig wurde, rissen die Neefer es ab, um an seiner4 Stelle ein größeres und schöneres zu errichten. Alt und Jung beteiligten sich in frohem Wetteifer an der Arbeit und bald lagen Holz und Steine in Fülle auf der Baustelle. Als aber die Steinmetzen eines Morgens ans Werk gehen wollten, um das Gebäude aufzuführen, da war der Bauplatz leer, Holz und Steine waren verschwunden. Und wie man suchte, fand man alles auf der Höhe des Petersberges, fein säuberlich zu hohen Stapeln aufgeschichtet. Zuerst dachte man an einen scherz mutwilliger Buben, doch die Umlagerung war ohne jeden Lärm vor sich gegangen; kein Hund hatte in der Nacht angeschlagen.
Mühsam schafften die fleißigen Neefer die Vorräte auf die alte Stelle. Vergebens! Morgens lagen sie wieder auf der Höhe des Berges. In der nächsten Nacht standen die Männer des Dorfes Wache, um zu sehen wer ihnen wohl den bösen Streich spiele. Bis Mitternacht blieb alles still, der Bauplatz lag friedlich im Mondenschein. Da stiegen aus einer Wolke leuchtende Gestalten hernieder und trugen Holz und Steine durch die Luft erneut zur Bergspitze empor. Nun erkannten die Neefer, dass die Kapelle nach Gottes Willen hoch oben über ihren Weinbergen errichtet werden solle. Sie fügten sich dem göttlichen Befehl. und heute noch steht das Kirchlein inmitten des stillen Friedhofes an der Stelle, die Gott durch ein Wunder gezeigt hatte.

Der historisch bedeutsame Altar in der Neefer Peterskapelle
Seit der spätrömischen Zeit finden oben auf dem Petersberg die Bürger aus Neef
ihre letzte Ruhestätte. Mitten im Gräberfeld steht die Peterkapelle, die urkundlich
im Jahr 1140 erstmals erwähnt wird. Und in dieser Peterkapelle steht ein
steinerner Altar, der als Kulturdenkmal erfasst ist. Er ist ein gut aufgearbeitetes
Werk der Spätrenaissance und stammt aus der Nachfolge der Hoffmann-
Werkstatt in Trier - zu jener Zeit die berühmteste Werkstatt im Erzbistum Trier.
Die Errichtung dürfte in den Jahren 1626 - 1635 erfolgt sein.

Die Betrachtung des Altares erinnert an die schweren Jahre, unter der unsere
Heimat während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) zu leiden hatte. Pest,
Missernten, Hungersnot und Krieg kennzeichnen diese Zeit.
Der Patron der Kapelle, der hl. Petrus, erscheint auf dem Seitenflügel links - auf der rechten Seite der hl. Paulus. Über diesen Heiligen sind Sebastian und Rochus dargestellt. Sebastian ist als Märtyrer gestorben. Er wurde von Schützen mit Pfeilen durchbohrt. Seit dem frühen Mittelalter ist er Schutzpatron der Schützen. Rochus
wird, weil er sich der Pflege von Pestkranken widmete, selbst an der Seuche erkrankte und genas, als Schutz-Patron gegen Pest und Seuchen verehrt. In der Mitte zeigt der Altar ein Relief der Kreuzabnahme Christi und darüber seine
Auferstehung. So stellte sich der Altar früher einmal dar und soll auch künftig wieder so aussehen Der Altar ist nicht nur ein Teil der Neefer Geschichte, sondern auch ein besonderes Kleinod für die ganze Region. Er verkörpert die tiefe
Volksfrömmigkeit unserer Vorfahren und ist ein Kulturgut, das unbedingt der
Nachwelt erhalten bleiben sollte.