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St. Bartholomäus in St. Aldegund

Neugotische Kirche von St. Aldegund am Moselufer

Aktuelles

„Animo“ bringt die „Alte Kirche“ von St. Aldegund zum Klingen

Am Samstag, 18. Juni 2016 um 19 Uhr gibt die Frauen-Singgruppe „Animo“ in der romanischen „Alten Kirche“ von St. Aldegund ein Konzert.
Die fast 900 Jahre alten Mauern mit ihrer ausgezeichneten Akustik und der einmaligen Atmosphäre sind der ideale Rahmen für die klangvollen Lieder mit denen „Animo“ begeistern wird. Es wird eine kurzweiliges Programm dargeboten, das sowohl A-cappella-Stücke enthält wie auch Lieder mit Begleitung durch Klavier oder Konzertflöte. Ebenso abwechslungsreich und unterhaltsam gestaltet sich die Auswahl der Lieder. Das Repertoire der Gruppe fächert sich von besinnlichen Werken über Leben und Liebe über bekannte klassische Stücke aus der Unterhaltungssparte bis hin zu Liedern über den Wein und Mundart. Der Weg hinauf zur „Alten Kirche“ gegenüber den St. Aldegunder Palmberg-Terrassen wird sich lohnen – zumal in der Pause auch der weinkulinarische Genuss nicht zu kurz kommt.
Karten für das Konzert kann man ab sofort erwerben oder reservieren bei Gerhard Schommers, Telefon 06542-22285 oder über info@schommers-wein.de zum Preis von 10 €. Veranstalter ist die Katholische Kirchengemeinde St. Aldegund.
St. Aldegund – „Alte Kirche“
Samstag, 18. Juni 2016, 19 UhrEintrittskarten: 10 €
Vorverkauf und Reservierung: 06542 22285 oder info@schommers-wein.de

Die Pfarrkirche

Die Pfarrkirche „St. Bartholomäus“ und der Ort St. Aldegund
St. Aldegund hat knapp 700 Einwohner, davon gehören rund 600 der katholischen Kirche an.
Der hl. Apostel Bartholomäus ist der Patron unserer Pfarrgemeinde. Der Ort selbst ist nach der heiligen Aldegundis benannt, die als Ordensgründerin und Abtissin im 7. Jahrhundert in Ostflandern, im heutigen Belgien, lebte. St. Aldegundis. Tochter eines merowingischen Fürsten, starb mit 54 Jahren 684 n.Chr. an Brustkrebs und wurde schon kurz nach ihrem Tod heilig gesprochen.
Man geht davon aus, dass auf dem Platz der „Alten Kirche“ bereits eine der hl. Aldegundis geweihte Kapelle oder Klause stand. Als um die Zeit Karls des Großen den Siedlungen Namen zugeordnet wurden lag es nahe, der kleinen Siedlung unterhalb der Kapelle den Namen „St.Aldegund“ zu geben. Eine auf das Jahr 1097 datierte Urkunde berichtet über Besitzungen des Stiftes Pfalzel in „Sanctam Aldegundam“.

St. Aldegund gehörte damals zur Pfarrei Alf. Es gab aber immer wieder Auseinandersetzungen, auch weil sich die St. Aldegunder vom Pfarrer in Alf nicht ausreichend „bedient“ fühlten. Der Landesherr und das Stift Pfalzel genehmigten und finanzierten dann den Bau einer Kirche oberhalb des Dorfes um die Gemeinde zu beruhigen. Diese im Jahre 1144 erstmals urkundlich erwähnte Kirche hat die Wirren der Jahrhunderte überlebt, wurde immer wieder renoviert, dem jeweiligen Stil der Zeit angepasst so dass neben dem weitgehend erhaltenen romanischen Urbau gotische und barocke Elemente deutlich sichtbar sind.
Über Jahrhunderte fanden Wallfahrten der Bauern und Landwirte der Umgebung zum „Viehheiligen“ St. Bartholomäus statt. Die Zahl der Pilger war so groß, dass sogar eine Außenkanzel an der Nordseite errichtet wurde.
Im Jahre 1851 wurde St. Aldegund selbständige Pfarrei mit dem bisherigen Pfarrvikar Nikolaus Fisch als Pfarrer.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die alte Kirche für die wachsende Bevölkerung zu klein. 1865 wurde deshalb der Düsseldorfer Architekt August Rincklage mit der Planung einer neuen Kirche in „neugotischen Style“ beauftragt. 1870 wurde der Bau begonnen und am 18. Oktober 1872 mit der Weihe abgeschlossen. Die „Alte Kirche“ wurde verlassen und das Inventar verkauft.

Dank der Initiative der Gemeinde und des Kreisbaumeisters Dr. Hans Vogts überstand die „Alte Kirche“ eine um 1900 erlassene Abrissverfügung und zwei Weltkriege.
Zur Ausstattung der „Alten Kirche“ gehörte ein Renaissance-Altar aus der Werkstatt von Hans Ruprecht Hoffmann, Trier, aufgestellt 1601. Dieser Altar kam auf Umwegen in den Besitz der Ehepaares Irene und Peter Ludwig, Kunstsammler aus Aachen. Gemeinsam mit den Eheleuten Ludwig wurde zwischen 1965 und 1971 die „Alte Kirche“ grundlegend saniert und renoviert Mit der Rückführung des Altars in die Alte Kirche und der Weihe am 3. Oktober 1971 stehen der Gemeinde nun zwei Gotteshäuser zur Verfügung.

Die „neue“ Kirche am Moselufer wurde in den Jahren 1964/65 in wenig vorteilhafter Weise „modernisiert“ und die vorhandene neugotische Ausstattung zerstört. Im Rahmen einer Gebäudesanierung wurde 2005 die Ausmalung von 1913 wieder freigelegt und zum Teil rekonstruiert so dass sich die Kirche heute wieder „im alten Glanz“ darstellt.
Seit dem 1. Februar 1977 und nach dem Weggang von Pastor Ernst Beckinger war
St. Aldegund kein Pfarrsitz mehr.
Der Kirchenchor „St. Bartholomäus“, schon im Jahre 1862 gegründet, begleitet mit seinem Gesang viele kirchlichen Feiern und andere Feste in St. Aldegund.

Die kirchlichen Gremien sind wie folgt besetzt:

Pfarrgemeinderat:
Jürgen Weyand, Leitungsteam
Tanja Manderscheid, Leitungsteam
Christel Justen, Leitungsteam
Heike Treis, Leitungsteam und Schriftführerin
Yvonne Hermann, Vertreterin im PR
Gabi Justen, Vertreterin im PR



Verwaltungsrat:
Pfarrer Paul Diederichs, Vorsitzender
Ulrich Krämer, stellv. Vorsitzender
Marco Clemens
Gerhard Schommers
Günter Treis

Text: Gerhard Schommers

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