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St. Jakobus d. Ä. in Kaimt

Die Pfarrkirche "St. Jakobus der Ältere" in Zell-Kaimt
Sie finden unsere Kirche in der Marienburgstraße




Das Heilige Grab

Das Heilige Grab aufgebaut

Bis zum 17. April in der Kaimter Kirche kostenlos besichtigen

Seit Karfreitag ist eine besondere Installation in der Kaimter Kirche zu sehen. Den biblischen Quellen getreu baute Nico Cetrangollo aus Bullay, das Höhlengrab nach, in das Jesus gelegt wurde.

In den nächsten drei Wochen kann man täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr dort hingehen, Inne halten, eine Kerze anzünden und dem Geheimnis des christlichen Glaubens über die Auferstehung nachspüren.

Geschichtliches

Schon 1143 wird in einer Bulle von Papst Innozenz II. in Kaimt eine Kirche bezeugt. In einer Schenkungsurkunde des Erzbischofs Hillin von Trier an die Abtei Himmerod aus dem Jahre 1167 wird eine Kapelle des erzbischöflichen Hofes erwähnt, die vermutlich identisch ist mit der in der Bulle genannten Kirche. Diese Kirche, die dem hl. Jakobus geweiht ist, stammt vielleicht noch aus dem 6. Jahrhundert, da sich in Kaimt ein Pfalzhof befand ( curtis Keymeta ). Von einer zweiten romanischen Kirche ist noch heute der Turm erhalten. Zwischen 1350 und 1400 wurde eine dritte Kirche auf demselben Grund erbaut und mit spätgotischem Gewölbe versehen: von ihr zeugt nur noch der Schlußstein mit dem Brustbild des hl. Jakobus, der sich heute auf der Vorderseite des kleinen Altares vor dem Allerheiligsten befindet. 1770 wurde diese Kirche abgebrochen und mit dem vierten Bau begonnen. Die neue Kirche entstand als gegliederter spätbarocker Saalbau mit dreiseitigem nach Norden gerichteten Chorschluß und war 1781 vollendet.

Da diese Kirche im Laufe der Zeit für die katholische Gemeinde zu klein wurde, musste sie im Jahre 1968 bis auf den Turm abgetragen werden. Das neue, nach Plänen des Architekten Böhr von Trier errichtete Kirchenschiff steht entgegen dem Vorgängerbau mit dem Giebel zum Tal bzw. zum Steilhang, der zur B 53 hinaufführt. Das Äußere ist bewusst einfach gehalten und knüpft in seiner Grundform an die Giebelhäuser an, welche den Charakter der Moselorte weitgehend bestimmen. Der Turm steht freier und ist durch einen neuen höheren Helm gewichtiger geworden.

Das schöne Portal ist wieder Haupteingang der Kirche, wie überhaupt das ganze Kunstgut der alten Kirche in die neue übertragen wurde. Die maßvolle, edle Skulptur eines Holzkreuzes aus dem 16. Jahrhundert mit langgestrecktem, etwas gebogenem Körper ist im Chorraum angebracht.

Auf der linken Seitenwand hängt eine romanische Inschriftentafel aus Kalksandstein. Der lateinische Text ist lokalgeschichtlich bedeutsam und lautet: „ Es sei allen kund, daß ich, Sifrid und Friderun, diese Kirche vollständig erneuert und zwei Weinberge dem hl. Petrus in Zell verliehen habe, damit an jedem Mittwoch eine Messe in dieser Kirche gesungen werde “. Die klare, sorgfältige Schrift und die prächtig stilisierte Figur eines bärtigen Mannes auf der linken Seite zeigt die älteste Darstellung eines Moselwinzers und ist eines der ältesten Zeugnisse für die Peterskirche in Zell, Trierer Arbeit um 1220.

Im Jahre 1950 wurde im früheren Pfarrhausgarten ein Christus-Torso aufgefunden. Nach übereinstimmender Ansicht der Fachleute handelt es sich um das Werk eines erstrangigen Künstlers aus der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik zwischen 1300 und 1400, mit überwiegend romanischem Einschlag und überaus ergreifendem plastischen Leidensausdruck. Der Torso hat heute einen Ehrenplatz in der Pfarrkirche neben der Sakramentsnische erhalten.

Ein von dem Kölner Goldschmied Laurens Alstorff um 1710 gearbeitetes Ziborium ist ein Geschenk des Trierer Kurfürsten Franz Ludwig von der Pfalz-Neuburg, das er den Kaimtern übergab, als sie ihm eine am Moselufer gefundene römische Alabasterurne mit mehreren römischen Gold- und Silbermünzen geschenkt hatten. Wertvoller ist aber die silberne Turmmonstranz, ein hochragendes Werk kunstvoll verschlungener und gebogener krabbenbesetzter Fialen und Spitzen, trotz der Jahreszahl 1606 am Fuß spätgotisch, ein Geschenk des Philipp Jakob Waldecker von Kaimt (1580-1660).

(Text von Diakon A. Friderichs)

Engelskapellchen

Die am 30. August 1869 verstorbene Gertrud Schawo geb. Wolf sprach den Wunsch aus, zu Ehren der schmerzhaften Mutter Gottes ein Kapellchen zu stiften. Ihr Pflegesohn Heinrich Engel hat ihr diesen Wunsch erfüllt und das Kapellchen auf dem sogenannten „Woweg“ erbauen lassen. Am 12. September 1886, am Fest Maria Geburt, wurde es mit der Statue der schmerzhaften Mutter Gottes „benedicirt“. Zur 100-Jahr-Feier am 21. September 1986 wurde ein großes Fest gefeiert und Pastor Benz in den Ruhestand verabschiedet. Jährlich im Mai findet mit dem Kirchenchor und einer geistlichen Begleitung ein Gottesdienst mit einer Prozession zum Kapellchen statt .

"Ohne Kreuz keine Krone" - so mahnt und erinnert die Aufschrift auf dem daneben aufgestellten Kreuz, das Vorbeigehende auch mit einem "Gelobt sei Jesus Christus" grüßt.

Plänterkapellchen

Im Juni 2004 wurde die Kapelle zu Ehren der Allerheiligsten-Dreifaltigkeit in Zell-Kaimt, im Volksmund „Plänterkapellchen“ genannt, an der Ecke zwischen Plänterstraße und Kapellengasse renoviert. Sie steht auf dem Eigentum der Pfarrgemeinde St. Jakobus in Zell-Kaimt und wird in die Zeit um 1370 datiert. Frau Elfriede Simon hatte den Auftrag zur Renovierung vergeben. Im Deckengewölbe sind in der Mitte drei ineinandergehende Kreise aufgemahlt, denen als Motiv die Allerheiligste-Dreifaltigkeit zugrunde liegt. Im Jahre 1949 fand man hier, bei der Entfernung eines Holzkreuzes, im Mauerwerk ein Relief mit der Flucht aus Ägypten aus der Zeit um 1700.

Es wurde freigelegt und als Mittelpunkt in der Kapelle hergerichtet. Das entfernte Holzkreuz aus der Zeit um 1550, aus spätgotische flämischer Schule (im Volksmund „Plänterkreuz“ genannt), in seinem wahren Wert erkannt, wurde in die Pfarrkirche übernommen und hat heute einen Ehrenplatz im Pfarrsaal.

Bildstock am Barlweg
Mitten in den Weinbergen, wo sie das ganze Jahr über ihre harte Arbeit verrichten, haben Christen der Pfarrei Kaimt einen Bildstock errichtet zu Ehren der Muttergottes von Schönstatt.
Wie so viele Wegkreuze oder Kapellchen, drückt auch "das Bildstöckchen", mit seiner Aufschrift an der Mauer links und rechts von der Mitte, den Glauben der hiesigen Bevölkerung und insbesondere der Schönstatt-Bewegung: "Ein Diener Mariens geht nie zugrunde".

Am Fest Maria Königin wurde die Andachtsstätte, die in den 60er Jahren erbaut wurde, von Pfarrer Walter Benz gesegnet. In einer Rundung angebrachte Ruhebänke laden hier zum Verweilen ein.